In der Sitzung des Gemeinderates am 28. Juni 2004 war Jürgen Mühlbacher von der KE zu Gast, um die Ergebnisse anhand einer Power-Point-Präsentation darzustellen.
Die überdurchschnittlich hohe Beteiligung von etwa 42% der angeschriebenen Betriebe lasse durchaus repräsentative Rückschlüsse zu, machte Mühlbacher deutlich. Anhand der Rückmeldungen konnte er Aussagen treffen zu den Stärken und Schwächen des Wirtschaftsstandortes Mössingen, zum Bekanntheitsgrad und zur Akzeptanz des Serviceangebotes der städtischen Wirtschaftsförderung.
Anschließend fasste Oliver Schmid, Wirtschaftsförderer der Stadt Mössingen, die Ergebnisse zusammen. Demnach kann aus der Umfrage insgesamt eine positive Grundstimmung bei den örtlichen Unternehmen abgelesen werden, wenn gleich sich die derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Probleme, beispielsweise beim Fachkräftemangel auch in Mössingen ablesen lassen. Offensichtliche, gravierende Probleme traten bei der Umfrage nicht zutage, hob er hervor.
Vielmehr handele es sich in Mössingen um einen konsolidierten Wirtschaftsstandort, in dem vielfach der Wunsch nach einer Weiterentwicklung und Professionalisierung der Wirtschaftsförderung und nach einer Verbesserung der betrieblichen Rahmenbedingungen geäußert werde. Resultierend aus den Ergebnissen der Unternehmensbefragung würden sich daher nun im Wesentlichen zwei große Aufgabengebiete für die städtische Wirtschaftsförderung ergeben:
Gefordert seien zum einen die traditionellen Aufgaben der Wirtschaftsförderung. So wünschten sich die Unternehmer vielfach Beratung zu den unterschiedlichsten Fragen, eine nach wie vor intensive Kontaktpflege, aber auch ein gemeinsames Marketing und Werbung für den Standort Mössingen.
Darüber hinaus ergäben sich Ansatzpunkte für konkrete Maßnahmen und Projekte der Wirtschaftsförderung. So sei beispielsweise die Einrichtung eines gemeinsamen Internetportals, an der jedes zweite Unternehmen Interesse gezeigt habe, eine dieser Projektideen. Auch die Förderung von Existenzgründern werde nach wie vor groß geschrieben.
Jedes vierte Mössinger Unternehmen ist bereit, Existenzgründer zu unterstützen; aus der Umfrage ergeben sich darüber hinaus Potenziale durch das Outsourcing von Produkten und die Existenzgründung durch eigene Mitarbeiter. Hinsichtlich der Fördermittelberatung zeigt sich bei verschiedenen Branchen ein deutlicher Nachholbedarf. Hier kann der Wirtschaftsförderer als Lotse auftreten und geeignete Kontakte herstellen. Nach wie vor möchte sich die städtische Wirtschaftsförderung auch dem Thema Betriebsnachfolge widmen.
Bürgermeister Werner Fifka kündigte an, dass die Ergebnisse der Unternehmensbefragung den Mössinger Betrieben in den nächsten Tagen per Post zugesandt werden.
Sie können die Ergebnisse der Unternehmensbefragung außerdem hier als
![[Virtueller Marktplatz Mössingen]](/grafix/mask/title.gif)