Mössingen auf einen kurzen Nenner zu bringen, fällt nicht leicht. Denn
diese Stadt hat viele, teils widersprüchliche, immer aber liebevolle
Gesichter. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen hier leben möchten und
die Bevölkerung (rund 20.000 Einwohner) zwar behutsam, aber
beständig, zunimmt.Doch auch vielen anderen sind die Reize Mössingens nicht verborgen geblieben. Zunehmend entdecken Touristen das Kleinod am Fuße der Schwäbischen Alb. Sie schätzen an der mitten in Baden-Württemberg gelegenen Stadt besonders deren intakte Natur und wunderschöne landschaftliche Lage im oberen Steinlachtal.
In gewerblicher Hinsicht wird Mössingen bis heute durch eine Vielzahl unterschiedlichster Handwerksbetriebe geprägt. Entstanden aus der nicht zuletzt durch Dreifelderwirtschaft und Realteilung bedingten Armut, ergab sich insbesondere ab dem 19. Jahrhundert eine gewerbliche Entwicklung, welche den Ort zu einem Zentrum der verschiedensten Handwerkerberufe machte, wie Rechen- und Gabelmacher, Küfer, Wagner oder auch Schreiner.
Die Anfänge der Mössinger Industrialisierung gehen auf die als Hausindustrie betriebene Leinenweberei zurück. Zum attraktiven ländlichen Industriestandort wurde Mössingen mit Öschingen und Talheim jedoch erst, als es 1869 an das württembergische Eisenbahnnetz angeschlossen wurde. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich neben einer Textilindustrie und Zementwerken eine ansehnliche holzverarbeitende Industrie.
Obwohl sich die Gewerbestruktur mittlerweile auch in Mössingen stark
verändert hat, bildet das teilweise industriell geprägte Handwerk zusammen
mit dem Handel und einem starken Dienstleistungssektor bis heute das
Rückgrat der örtlichen Wirtschaft. Mit rund 1.800 Mitarbeitern ist die
Körperbehindertenförderung der Region Neckar-Alb größter Arbeitgeber.Auch erfolgreiche Wirtschaftsunternehmen konnten sich, teilweise sogar international, einen Namen machen. Beispielsweise in der Textil-, Holz- und Metallbranche. Neue Firmen nutzen zunehmend die vorteilhaften Rahmenbedingungen Mössingens.
Obwohl als Stadt noch jung -die Stadtrechte bekam Mössingen erst 1974 mit der 1200-Jahr-Feier verliehen- verfügt der Ort samt seinen Teilgemeinden doch über eine reiche und vielfach sichtbare Geschichte. Hiervon zeugen beispielsweise gleich mehrere Kirchenbauten von landesweiter Bedeutung.
Bekannt wurde Mössingen jedoch insbesondere durch 2 Ereignisse seiner jüngeren Geschichte: den reichsweit einzigen Arbeiteraufstand gegen Hitler (1933) und den größten Bergrutsch Baden-Württembergs (1983).
Die bis heute gut erkennbare riesige Kahlfläche am Hirschkopf steht inzwischen wie drei andere große Gebiete unter Naturschutz. Hinzu kommen, ebenfalls auf städtischer Markung, mehrere Landschaftsschutzgebiete sowie weit über 100 Einzelbiotope allein im Stadtwald. Sie alle beherbergen zahlreiche selten gewordene Tiere und Pflanzen, von denen viele auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten stehen.
Zu Mössingen gehören neben der gleichnamigen Kernstadt die bis 1971 selbständigen Gemeinden Öschingen und Talheim, das von jeher mit Mössingen verbundene Dorf Belsen, Bad Sebastiansweiler mit seinen heilkräftigen Schwefelquellen und die erst Anfang der 60er Jahre entstandene fast reine Wohnsiedlung Bästenhardt.
Zusammen mit den Nachbarorten Bodelshausen und Ofterdingen bildet die aufstrebende Stadt Mössingen eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft, deren erfüllende Gemeinde sie ist. Gleichzeitig nimmt die Stadt für beide Orte die Aufgaben einer Unteren Baurechtsbehörde und einer Unteren Verwaltungsbehörde mit wahr.
Eine gute soziale Infrastruktur und das kulturelle Angebot der Stadt sind
Teil der hohen Wohnqualität. Auch auf ihr reiches Vereinsleben und ein
großes bürgerschaftliches Engagement kann die Stadt setzen.Beides wurde erst jüngst wieder, im Rahmen einer Umfrage zur aktuellen Stadtentwicklungsplanung/Lokalen Agenda durch die Bürgerschaft bestätigt.
Die umfassenden Einrichtungen für Alt und Jung machen Mössingen für viele Menschen interessant. Gute Einkaufsmöglichkeiten und eine über die Stadt hinauswirkende Ausstattung im Gesundheitsbereich (u.a. mit der Klinik Bad Sebastiansweiler) tun das Ihre.
Einen besonderen Stellenwert nehmen die 20 Kindergärten und 13 Schulen ein. Das beispielhafte Schulangebot umfasst neben Grund- und Hauptschulen, Realschule und Gymnasien auch eine Sonderschule für Lernbehinderte, Jugendmusikschule sowie Erwachsenenbildung in der Volkshochschule. Hinzu kommt die Körperbehindertenschule der Region Neckar-Alb.
Kulturelle und sportliche Veranstaltungen, Einrichtungen wie die Stadtbücherei, das Hallenbad oder die Freibäder sowie schön gelegene Aussichtspunkte, abwechslungsreiche Wanderwege und intakte Natur eröffnen auch bei der Freizeitgestaltung umfangreiche Möglichkeiten.
Mössingen und seine Ortsteile bieten Ihnen so vieles,
das zu entdecken lohnt.
das zu entdecken lohnt.